Romane,  Sachbuch

Die Kunst, das Leben leicht zu nehmen – Marie Luise Ritter [Rezension]

Ein persönlicher Ratgeber über Gelassenheit, Leichtigkeit und die kleinen Herausforderungen des Alltags

chon der Titel verrät ziemlich genau, worum es in diesem Buch geht: um Leichtigkeit. Darum, Herausforderungen gelassener zu begegnen, Stressmomente nicht ganz so groß werden zu lassen und das Leben insgesamt ein bisschen weniger schwer zu nehmen.

Marie-Luise Ritter verpackt viele dieser Gedanken in ihre eigene Geschichte. Dadurch liest sich das Buch nicht wie ein klassischer Ratgeber, sondern persönlicher und leichter. Sie erzählt von eigenen Erfahrungen, Begegnungen und Situationen und verbindet diese mit Gedanken darüber, wie wir mit Herausforderungen umgehen und mehr Gelassenheit in unser Leben bringen können.

Die einzelnen Kapitel stehen dabei recht gut für sich. Man muss das Buch also nicht unbedingt streng von vorne nach hinten lesen. Man kann sich genauso gut einzelne Kapitel herausgreifen oder später noch einmal zu einem bestimmten Thema zurückkehren.

Vieles wusste ich schon – und trotzdem tut Erinnern manchmal gut

Inhaltlich geht es unter anderem darum, wie wir mit schwierigen Situationen umgehen, wie wir mehr Gelassenheit entwickeln können und was dabei hilft, auch in stressigen Phasen nicht sofort den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Vieles davon kannte ich allerdings schon.

Einige Gedanken waren für mich deshalb weniger eine neue Erkenntnis als vielmehr eine gute Erinnerung an Dinge, die man eigentlich längst weiß – im Alltag aber trotzdem gerne wieder vergisst.

Und wahrscheinlich bin ich schlicht nicht mehr ganz die Zielgruppe für dieses Buch.

Ich glaube tatsächlich: Mit 35 hätte es mich begeistert. Mit 52 habe ich viele dieser Erfahrungen inzwischen selbst gemacht, einiges gelernt und manches vermutlich auch schon auf die harte Tour verstanden.

Das bedeutet aber nicht, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Ich habe es durchaus gerne gelesen. Es ist angenehm geschrieben, persönlich und leicht zugänglich. Nur die großen Aha-Momente, die ich vielleicht vor einigen Jahren noch gehabt hätte, blieben für mich heute eher aus.

Mein Fazit

„Die Kunst, das Leben leicht zu nehmen“ ist ein schönes Buch für alle, die sich gerade intensiver mit persönlicher Entwicklung, Gelassenheit und der Frage beschäftigen, wie man Herausforderungen begegnen kann, ohne sich von ihnen komplett vereinnahmen zu lassen.

Besonders gut gefällt mir, dass Marie-Luise Ritter nicht einfach Ratschläge aneinanderreiht, sondern ihre Gedanken mit ihrer eigenen Geschichte verbindet. Dadurch wirkt das Buch persönlich und nahbar.

Für mich war es weniger ein Buch voller neuer Erkenntnisse als vielmehr eine angenehme Erinnerung an vieles, was ich im Laufe der Jahre selbst gelernt habe.

Schön zu lesen, persönlich erzählt – aber für mich heute einfach nicht mehr besonders überraschend.

Meine Bewertung: ★★★☆☆

Mehr zum Buch

„Die Kunst das Leben leicht zu nehmen“ ist im April  im Piper Verlag  erschienen,  es hat 240 Seiten und kostet als Paperback EUR 16,00 – link zum Buch7

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