Thriller & Krimi

Lars Kepler – Der Spiegelmann [Rezension]

Letztes Jahr habe ich mit „Lazarus“ den ersten Thriller von Lars Kepler gelesen. Nach diesem siebten Teil der Serie, habe ich angefangen auch die vorherigen Bande „nachzulesen“. Damit habe ich quasi die Wartezeit auf den 8. Band überbrückt, der jetzt endlich erschienen ist.

Inhalt / Klappentext

Eine Schülerin verschwindet auf dem Heimweg spurlos. Jahre später wird sie auf einem Spielplatz mitten in Stockholm ermordet aufgefunden. Das Mädchen wurde an einem Klettergerüst qualvoll gehängt. Eine Hinrichtung. Eine Machtdemonstration. Kommissar Joona Linna ist von der Kaltblütigkeit des Täters alarmiert und ermittelt unter Hochdruck. Das Mädchen ist wahrscheinlich nicht das einzige Opfer. Als es gelingt, einen Mann aufzuspüren, der den Mord gesehen haben muss, ist der Zeuge nicht in der Lage, darüber zu sprechen. So traumatisch sind offenbar seine Erinnerungen. Joona Linna bittet Erik Maria Bark, den Hypnotiseur, um Hilfe …

Meine Meinung

„Der Spiegelmann“ setzt quasi nahtlos an den 7. Teil der Serie um Joona Linna an, kann aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände gelesen werden. Allerdings empfehle ich bei Reihen trotzdem immer, mit dem ersten Band zu starten, da man ein besseres Bild der Hauptpersonen, in diesem Fall Jonna Linna, erhält. Die Figur des Ermittlers ist sehr komplex und lässt sich meiner Meinung nach nicht in einem Buch erfassen.

In diesem Teil geht es um Mädchen, die spurlos verschwinden. Die ganze Buchreihe ist ja bekanntermaßen ziemlich brutal und nichts für schwache Nerven. In diesem Band war mir die Brutalität zu viel, für schwache Nerven ist das Buch definitiv nicht geeignet.

Gut gefallen hat mir, dass Erik Maria Bark, der Hypntotiseur aus „Lazarus“, hier wieder eine Rolle gespielt hat. Auch finde ich die Idee des Plots gut und spannend und auch die Auflösung hat mich sehr überrascht.

Insgesamt ist mir „der Spiegelmann“ aber zu brutal und die Beschreibung des Leids, welches die Mädchen erdulden mussten, zu detailliert beschrieben. Hier habe ich das Gefühl, das Autorenpaar will sich von Buch zu Buch steigern. Das finde ich schade, weil die Geschichte diese Gewaltexzesse nicht gebraucht hätte. Die psychologische Komponente der Geschichte ist spannend genug. Dass Joona Linna nicht zimperlich mit seinen eigenen Leben und bei den Ermittlungen ist, das ist bekannt und dieser „Gewaltpegel“ hätte mir auch gereicht.

Neben dem aktuellen Fall spielt auch der persönliche Fall von Jonna Linna, die Suche nach Jurek Walter wieder eine Rolle.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, so dass zu erwarten ist, dass die Reihe fortgesetzt wird.

Fazit

Ich bin zwiegespalten: die Geschichte und den psychologischen Hintergrund finde ich gut und spannend. Die Gewaltszenen waren mir aber dieses Mal einfach zu viel. Ich habe oft vorgeblättert oder nur quergelesen.

Deshalb von mir diesmal nur 🖤🖤🖤 1/2 Thrillerherzen für einen durchwachsenen achten Teil der erfolgreichsten schwedischen Thrillerreihe!

Mehr zum Buch

„Der Spiegelmann“ ist im November 2020 bei Lübbe erschienen. Das Buch hat 624 Seiten und kostet als gebundene Ausgabe EUR 22,00 – link zum Buch bei Thalia*

Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar

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